Expedition Radegunde


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Geschichte

Geschichte der Unstrut-Schifffahrt
1790
Kurfürstliche Order zur Schiffbarmachung der Unstrut von Bretleben bis zur Mündung in die Saale und der Saale ab der Unstrutmündung bis Weißenfels
1795
Eröffnung des Verkehrs auf der gesamten Strecke (12 Unstrut-Schleusen, 3 Saale-Schleusen werden errichtet)
1816-1822
Ausbau der oberen Saale; Unstrut-Schiffe erreichen Halle/Saale
1857-1865
11 Durchstiche von Bretleben bis Nebra zur Verbesserung der Schifffahrt; durch die Melioration wird damit Landwirtschaft möglich; Unstrut-Sumpffieber (Malaria) wird besiegt
1881
Rekordjahr der Unstrut-Güterschifffahrt mit 150.209 Tonnen Warentransport (Kalkstein/ Sandstein/ Kohle/ Holz/ Salz/ Heu/ Zuckerrüben);
Hölzerne Fahrgastschiffe GERMANIA und HOHEN­ZOLLERN auf Saale-Unstrut
1888
Dampfschlepper auf der Unstrut
1889
Fertigstellung der Eisenbahn Artern-Naumburg, Güterschifffahrt beginnt an Bedeutung zu verlieren
1897
Dampfschiffe WEST-HAVELLAND und GERMANIA fahren bis Freyburg/Unstrut
1925-1926
Fahrgastschiffe MONIKA und PREUSSEN auf der Unstrut und Saale; Schulklassen, Vereine und Gesellschaften entdecken den Freizeitwert der Landschaft; weitere Fahrgastschiffe und Freizeitboote erobern den Fluss
1937
Gütertransport auf der Unstrut wieder auf 36.216 Tonnen gestiegen (größte Einheit ist der Lastkahn der Zuckerfabrik Rossleben mit 234 Tonnen Tragfähigkeit)
1938-1943
Fahrgastschiffe FREIHEIT I und II zwischen Artern und Weißenfels im Einsatz
1939-1945
Lastkähne und Schlepper werden zur Kriegsverwendung abgezogen; Eisenbahnbrücken und fünf Straßenbrücken werden zerstört.
1946-1958
Wiederaufnahme der Personenschifffahrt zwischen Artern und Weißenfels. Der letzte Lastkahn der Zuckerfabrik Vitzenburg wird 1958 außer Dienst gestellt.
1954
Unstrut verwaltungstechnisch keine Wasserstraße mehr; Freizeit-Kapitäne und Kanuten bevölkern den Fluss
1956 und 1967
Massive Hochwasser; zur Hochwasserbekämpfung wird ein Sofortprogramm gestartet; Hochwasserrückhaltebecken werden gebaut, weitere Begradigungen durchgeführt
1970
Vorläufiges Ende des durchgehenden Schleusenbetriebs und damit der Schiffbarkeit; 5 Wehre/Schleusen werden abgebrochen, auf Teilstrecken bleibt eine Freizeit-Nutzung
1993-2006
Instandsetzung der verbliebenen 7 Unstrut-Schleusen
1995-2010
Die Fahrgastschifffahrt kann durch die FRÖHLICHE DÖRTE, UNSTRUTNIXE und REBLAUS zwischen Karsdorf/Unstrut und Weißenfels/Saale wieder aufgenommen werden. Motorbootfahrer und Kanuten nutzen das Revier zahlreich.
Stand 2010
Auch die Abschnitte Bretleben-Ritteburg und Bottendorf-Wendelstein sind wieder schiffbar.
Untiefen und fehlendes Rückstauwasser machen eine Befahrung des schönsten und touristisch bei weitem interessantesten Abschnittes in Sachsen-Anhalt unterhalb der Schleuse Wendelstein bis Reinsdorf derzeit durch Fahrgastschiffe unmöglich. An diesem Abschnitt befinden sich:
1. Burg Wendelstein
2. Kloster/ Kaiserpfalz Memleben
3. Erlebnistierpark Memleben
4. Himmelsscheibe Arche Nebra
5. Burg Nebra
6. Hedwig Courths-Mahler Archiv Nebra
7. Schloss Vitzenburg

Die Geschichte der Unstrut-Schifffahrt verdient es fortgesetzt zu werden!

Unter Verwendung von Materialien aus:
"100 Jahre schiffbare Unstrut"; Andreas und Klaus Schmölling; Artern 1995
"Chronik über die 1000jährige Geschichte der Saale-Unstrut-Schifffahrt und Saale-Leipzig-Kanal" Ernst Wilhelm Wehlmann; Alsleben 2002



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